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EU-Gipfel: Einigung auf großes Klimapaket

EU-Gipfel: Einigung auf großes Klimapaket

 
Damit unsere Welt auch morgen noch in guten Händen ist: Die EU-Mitgliedsländer haben sich strengere Klimaziele verordnet. Foto: Fotolia

Damit unsere Welt auch morgen noch in guten Händen ist: Die EU-Mitgliedsländer haben sich strengere Klimaziele verordnet. Foto: Fotolia

 

Es waren zähe Verhandlungen, die ein gutes Ergebnis gebracht haben: Die EU-Mitgliedsländer haben sich auf ein umfassendes Klima- und Energiepaket geeinigt – bis 2030 sollen Treibhausgase um 40 Prozent reduziert werden.

40:27:27 – so lautet kurzgefasst die Formel, auf die sich die Staats- und Regierungschefs beim EU-Gipfel in Brüssel geeinigt haben. Das Klimapaket besteht aus drei zentralen Teilen: Verminderung der Treibhausgase, weniger Energieverbrauch und mehr erneuerbare Energie. Konkret wurden beim EU-Gipfel folgende Ziele beschlossen:

  1. Die gefährlichen Treibhausgase sollen – bezogen auf das Jahr 1990 – um mindestens 40 Prozent reduziert
  2. Erneuerbare Energieträger sollen gefördert werden: So soll der Anteil erneuerbarer Energien aus Wind und Sonne auf mindestens 27 Prozent steigen.
  3. Mehr Energieeffizienz: EU-weit soll um mindestens 27 Prozent weniger Energie verbraucht

Bundeskanzler Werner Faymann zeigt sich mit dem erzielten Kompromiss zufrieden: Trotz Abstrichen sei das Ergebnis als „gutes Zeichen“ zu werten. „Wir sind jedenfalls einen Schritt voraus für die Verhandlungen mit den USA oder China oder den Kontinenten auf dieser Welt, wo dringend etwas Gemeinsames zustande zu bringen ist“, sagte der Kanzler.

Österreich wollte mehr

Österreichs Ziele bei den Verhandlungen waren durchaus ambitionierter als jene anderer Länder – wünschenswert wären aus österreichischer Sicht 30 Prozent erneuerbare Energie und auch 30 Prozent Energieeffizienz gewesen. „Wir Österreicher hätten uns ein bisschen mehr vorstellen können“, sagte der Kanzler, der betonte, dass es aber gelungen sei, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten einen Kompromiss zu schaffen, der auch Rücksicht auf die Industrie nimmt. Österreichs Stahlindustrie beispielsweise arbeitet mit neuen Technologien sehr umweltfreundlich, das werde anerkannt, unterstrich Faymann.

Klimaziele und Jobs sind vereinbar

Die SPÖ-Europaabgeordneten Karin Kadenbach, Mitglied im Umweltausschuss, und Eugen Freund, Mitglied im Industrie- und Energieausschuss, haben die Vereinbarkeit ambitionierter Klimaziele und die Schaffung neuer Arbeitsplätze betont. „Mit entsprechenden Investitionen können Emissionen abgebaut und erneuerbare Energien ausgebaut werden. Das trägt zu einer nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Wirtschaft bei, die das enorme Potenzial nutzen und tausende neuer ‚green jobs‘ schaffen kann“, sagte Kadenbach.

Weltklimagipfel in Paris

Österreich steht erfreulicherweise in Sachen erneuerbare Energien und Energieeffizienz im internationalen Vergleich sehr gut da. Klar ist aber auch, dass weiterhin genug zu tun bleibt, wie auch der Kanzler hervorhob. Die jetzt erreichte Klimaschutz-Einigung ist eine wichtige Basis und auch Voraussetzung für den Weltklimagipfel, der im Jahr 2015 in Paris stattfindet.

Letzte Änderung amSonntag, 08 März 2015 11:21

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