Basketball Jerseys Custom  Gesetz zur modernen Familienplanung beschlossen
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Gesetz zur modernen Familienplanung beschlossen

Gesetz zur modernen Familienplanung beschlossen

 

Bis zum Schluss hatten konservative Kräfte gegen ein modernes Fortpflanzungsmedizingesetz Stimmung gemacht. Nun wurde es im Parlament beschlossen.

Mit der Novelle zum Fortpflanzungsmedizingesetz wird eine langjährige SPÖ-Forderung umgesetzt. Künftig dürfen auch lesbische Paare Samenspenden Dritter erhalten. Auch Eizellenspenden und eine Präimplantationsdiagnostik (PID) sind unter bestimmten Bedingungen nun erlaubt. Die Voraussetzungen dafür sind streng reguliert, zusätzlich wurde ein Vermittlungs- und Kommerzialisierungsverbot eingeführt, um einen möglichen Missbrauch von Vornherein auszuschließen. Auch Leihmutterschaften sind damit in Österreich nach wie vor verboten. „Das Gesetz setzt klare Regeln fest, unter welchen Bedingungen die medizinisch unterstützte Fortpflanzung möglich sein wird“, sagt Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Sie freut sich, dass nun ein „modernes Fortpflanzungsmedizingesetz und eine langjährige frauenpolitische Forderung” umgesetzt wird. Österreich schließt damit endlich an internationale Standards an. „Das Gesetz unterstützt Familien bei ihrem Kinderwunsch und schützt Frauen vor teuren Behandlungen im Ausland und unnötigen Leiden”, macht die Ministerin deutlich. Und es beendet die Diskriminierung lesbischer Paare im Bereich der Fortpflanzungsmedizin.

Lange verhandeltes, ausgefeiltes Gesetz

Das gültige Fortpflanzungsmedizingesetz stammt aus dem Jahr 1992 und wurde seitdem nicht mehr an die medizinischen und gesellschaftlichen Entwicklungen angepasst. In vielen Punkten herrschte Rechtsunsicherheit. Das neue Gesetz legt nun klare Regelungen zur medizinisch unterstützten Fortpflanzung fest. Lange hatten sich konservative Kräfte gegen eine Modernisierung des Gesetzes gesträubt und mit übertriebener Hysterie und Polemik versucht, dagegen Stimmung zu machen. Doch Österreich gehört zu jenen Ländern in Europa, die diese Thematik am längsten und ausführlichsten diskutiert hat. „Die moderne Medizin macht vieles möglich. Deshalb haben wir uns jetzt viele Wochen, Monate oder, einige von uns, schon Jahre mit dem Thema Fortpflanzungsmedizin auseinandergesetzt“, niemand habe eine Entscheidung „leichtfertig getroffen“, stellt Oberhauser klar. Deshalb beinhalte das Gesetz auch ein grundsätzliches Verbot der Präimplantationsdiagnostik, regelt aber Ausnahmen. „Wer die Prozedur einer PID auf sich nimmt, tut das nicht – auch wenn es in der öffentlichen Diskussion manchmal so dargestellt wird – um ein Kind mit blauen Augen zu bekommen“, macht Oberhauser deutlich. Durch die Schaffung von Ausnahmen soll vielmehr verhindert werden, dass Frauen oder Paare immer wieder die Belastung einer Fehlgeburt erleben müssen oder sich für teure Behandlungen ins Ausland begeben müssen, „wo keinerlei Einfluss auf die Qualität genommen werden kann“, erläutert Oberhauser. Seit Langem gibt es in Österreich Möglichkeiten der pränatalen Diagnostik, dazu zählen etwa Ultraschall- oder Fruchtwasseruntersuchungen. „Bei der Präimplantationsdiagnostik geht es darum, den Fötus bereits vor der Einpflanzung in den Mutterleib auf schwerwiegende, oft lebensbedrohliche (Erb-)-Krankheiten zu untersuchen“, erklärt die Gesundheitsministerin. 

Bei der beschlossenen Novelle zum Fortpflanzungsmedizingesetz handle es sich um ein „fortschrittliches und ausgefeiltes Gesetz“ und einen „wichtigen Schritt in die Zukunft“, betont Oberhauser. Auch Klubobmann Andreas Schieder unterstreicht: „Das moderne Fortpflanzungsmedizingesetz ist ein wichtiges gesellschaftspolitisches Anliegen, das lange verhandelt wurde und letztendlich wesentliche Verbesserungen für Betroffene schafft.“

Letzte Änderung amSonntag, 08 März 2015 20:32

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