Basketball Jerseys Custom  Sozialbericht zeigt: Steuerliche Entlastung notwendig
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Sozialbericht zeigt: Steuerliche Entlastung notwendig

Sozialbericht zeigt: Steuerliche Entlastung notwendig

 (Foto: Fotolia)

Der aktuelle Sozialbericht zeigt: Während die Armutsgefährdung dank Sozialmaßnahmen sinkt, steigt die Einkommens-Ungleichheit weiter an. Eine steuerliche Entlastung der ArbeitnehmerInnen ist für die SPÖ daher dringend notwendig.

Die Ungleichheit nimmt weiter zu. Das zeigt der aktuelle vom Sozialministerium veröffentlichte Sozialbericht 2013/2014. Demnach steigt das Einkommen aus Arbeit schwächer als das aus Unternehmen oder Vermögen - und auch innerhalb der Gruppe der unselbständig Beschäftigten wird die Kluft immer größer. Von 2000 bis 2010 haben die Löhne und Gehälter im Schnitt um knapp 3 Prozent pro Jahr zugenommen, die Gewinne und Vermögen aber um 4,5 Prozent. Ungleich ist auch die Abgabenbelastung: Jene auf Löhne und Gehälter ist wesentlich höher als die Abgabenbelastung auf Gewinne und Vermögen und dieser Unterschied hat sich in den vergangenen Jahrzehnten noch verstärkt. Auch die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen zählen zu den höchsten der EU. "Im Vergleich zu anderen EU-Staaten haben sich in Österreich die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise bislang relativ moderat ausgewirkt. Dies ist sowohl auf wirtschafts-, fiskal- und beschäftigungspolitische Maßnahmen als auch wohlfahrtsstaatliche Strukturen und die Sozialausgaben als konjunkturstabilisierende Faktoren zurückzuführen", unterstreicht Sozialminister Rudolf Hundstorfer."Die Studien zeigen jedoch viele Herausforderungen auf", so der Sozialminister.

Der Sozialbericht verdeutlicht: Eine Steuerreform ist unumgänglich, sagt Hundstorfer. "Die niedrigen Einkommen müssen spürbar profitieren. Diese Menschen leben in schwierigen Lebensverhältnissen und müssen entlastet werden", so der Minister. Auch bei den Vermögen muss bei der geplanten Steuerreform etwas passieren, auch die Vermögenden "müssen ihren Beitrag leisten“, stellt Hundstorfer klar. Wichtig sei zudem eine Wohnbauoffensive, um eine Entspannung am Wohnungsmarkt zu erreichen. Menschen mit geringen Einkommen müssen laut dem Sozialbericht bis zu 40 Prozent ihres Einkommens fürs Wohnen ausgeben. Durch eine Wohnbauoffensive könnte ein Investitionsvolumen von 6,5 Mrd. Euro lukriert, 30.000 zusätzliche Wohnungen und pro Jahr und 30.000 Arbeitsplätze geschaffen werden, unterstreicht Hundstorfer.

Frauen muss mehr im Börsel bleiben

Der Sozialbericht zeigt auch: Ein Drittel der Frauen arbeitet im Niedriglohnsektor und fast jede zweite Frau wird auf Grund von Teilzeitarbeit auch mit Einbußen bei der Pension rechnen müssen. „Die Steuerreform muss ein deutliches Signal an die Frauen beinhalten", erneuert Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek deshalb ihr klares Bekenntnis zur Entlastung niedriger Einkommen. „Die Steuerpolitik muss dazu beitragen, Ungleichheiten zu beheben", sagt Heinisch-Hosek. „Das reicht von einer Entlastung für jene, die wenig haben, bis hin zur Frage, ob man durch die Einnahmen aus Vermögenssteuern Maßnahmen auf den Weg bringen kann, von denen besonders Frauen profitieren." Der Erfolg der Steuerreform wird sich auch daran messen lassen müssen, „ob die Frauen sie im eigenen Geldbörsel spüren und dadurch auch ein Stück weit zu mehr finanzieller Unabhängigkeit kommen“, betont die Ministerin.

Armutsgefährdung sinkt

Positiv zu vermerken ist, dass die Armut in Österreich sinkt, während sie in Europa steigt. Im Jahr 2013 waren 24,5 Prozent der Menschen in der EU von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht (2008: 23,7 Prozent). Österreich konnte die Zahl der armuts- oder ausgrenzungsgefährdeten Menschen verringern. Die Quote ist von 20,6 Prozent auf 18,8 Prozent gesunken. „Armutsbekämpfung trägt zur sozialen Stabilität und Sicherheit der gesamten Gesellschaft bei", betont Hundstorfer.

Info:

Der alle zwei Jahre erscheinende Sozialbericht fasst die wichtigsten Maßnahmen und Entwicklungen im Sozialressort zusammen. Darüber hinaus enthält der aktuelle Bericht fünf Studien zu den Themenfeldern Entwicklung und Struktur der Sozialausgaben, Entwicklung und Verteilung der Einkommen, Lebensbedingungen, Armut und Ausgrenzungsgefährdung sowie soziale und wirtschaftliche Lage sechs Jahre nach Krisenbeginn, die vom Wirtschaftsforschungsinstitut, der Statistik Austria und dem Sozialministerium erstellt wurden.

Der vollständige Sozialbericht findet sich hier

Letzte Änderung amSonntag, 08 März 2015 20:31

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