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Frauentag: Frauen muss mehr im Börsel bleiben

Frauentag: Frauen muss mehr im Börsel bleiben

06.03.2015, 13:15

SPÖ

Am 8. März ist Internationaler Frauentag: Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek hat aus diesem Anlass betont, dass den Frauen mehr im Börsel bleiben muss. Denn die Lohnschere zwischen Männern und Frauen ist immer noch zu groß.

Frauenministerin und SPÖ-Frauenvorsitzende Heinisch-Hosek betont mit Blick auf die Lohnschere und den Umstand, dass ein Drittel der Frauen derzeit im Niedriglohnsektor arbeitet: „Uns Sozialdemokratinnen ist besonders wichtig, dass Frauen auch bei der Steuerreform entlastet werden.“ Kleine und mittlere Einkommen müssen entlastet werden, der Eingangssteuersatz muss so niedrig sein, dass auch GeringverdienerInnen etwas davon haben und für jene, die aufgrund zu geringer Einkommen keine Lohnsteuer zahlen, muss es eine Steuergutschrift geben, sagte Heinisch-Hosek bei der Präsentation der Kampagne „Wir schau’n drauf, dass den Frauen genug im Börsel bleibt“.

Schritte in Richtung Chancengleichheit

Heinisch-Hosek nennt mehrere Maßnahmen, die für Chancengerechtigkeit sorgen sollen: Die Einkommensberichte sollen in Zukunft weiterentwickelt und die Gehaltsbestandteile genau analysiert werden, um Einkommensunterschiede in allen Bereichen aufzuzeigen. Eine Kampagne "Frauen und Mädchen in die Technik" soll zeigen, welche beruflichen Möglichkeiten es gibt. Ein weiterer Schritt in Richtung Chancengleichheit ist außerdem der Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen und ganztägigen Schulformen, "damit Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen und Männer selbstverständlich wird", sagt Heinisch-Hosek. Auch ein Mindestgehalt von 1.500 Euro würde dafür sorgen, dass Frauen mehr Geld zum Leben haben. Da aber die Teilzeitquote bei Frauen besonders hoch ist, sollen Unternehmen verstärkt dazu angehalten werden, Frauen in Vollzeitbeschäftigung anzustellen. Eines steht für Heinisch-Hosek fest: „Jede Frau soll von ihrem Einkommen selbstbestimmt leben können.“

Bundeskanzler Faymann: Viel erreicht, aber noch viel zu tun

„Es ist viel geschehen, aber es gibt auch noch viel zu tun im Kampf um die Gleichstellung von Frauen und Männern“, betonte Bundeskanzler Werner Faymann anlässlich des Frauentags. Mit dem Ausbau der ganztägigen Schulformen und weiteren 100 Millionen Euro pro Jahr in die Kleinkindbetreuung wurden wichtige Schritte zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie erreicht. Und auch die erreichten Ziele beim Ausbau der Frauenquote in Führungspositionen staatsnaher Betriebe sind erfreulich. Für den Bundeskanzler ist aber klar, dass es noch viel zu tun gibt. „Dass Frauen im Berufsleben noch immer benachteiligt werden, dass Frauen immer noch weniger verdienen, ist schlicht unerträglich“, sagte Faymann, der Forderungen nach einem schnelleren Anheben des Frauenpensionsalters eine klare Absage erteilte. Solche Forderungen sind angesichts der immer noch wesentlich schwierigeren Lage der Frauen (Mehrfachbelastung von Beruf und Familie, weniger Anerkennung, weniger Verdienst) „zynisch“, sagte Faymann.

Brunner: Frauenquoten sind ein Gebot der Stunde

SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner ist überzeugt: „Quoten sind ein effektives Mittel, um die Chancen von Frauen nachhaltig zu verbessern.“ In Österreich haben die staatsnahen Unternehmen gezeigt, dass die Quote wirkt. Der Anteil der Frauen, die der Bund in staatsnahe Unternehmen entsendet, beträgt derzeit 37 Prozent. „Wir wollen, dass Frauen und Männer gleichberechtigt sind und wir wollen nicht länger warten. Quoten in der Privatwirtschaft sind daher notwendig“, sagt Brunner.

Staatssekretärin Steßl: Geringere Lohnunterschiede im Bundesdienst

Kanzleramtsstaatssekretärin Sonja Steßl betonte, dass der Öffentliche Dienst Vorbildwirkung in Sachen Gender Pay Gap (geschlechtsspezifischer Lohnunterschied) hat. So ist der Gender Pay Gap im Bundesdienst mit 12,8 Prozent bedeutend geringer als österreichweit (23 Prozent). Das zeigt „dass unser konsequenter frauenpolitischer Schwerpunkt wirkungsvoll ist“, sagte Steßl. Die positive Entwicklung beim geschlechtsspezifischen Lohnunterschied im Bundesdienst „muss Ansporn für uns sein, die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern zu schließen“, bekräftigte Steßl.

SPÖ-Frauensprecherin Wurm: Steuerreform muss Frauen entlasten

Anlässlich des Internationalen Frauentags bekräftigte SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm die Forderung nach einer Steuerreform, die besonders auch den Frauen zugutekommt. „Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit“ ist auch am 104. Internationalen Frauentag eine zentrale Forderung sozialdemokratischer Frauenpolitikerinnen. „Obwohl Frauen bei der Erwerbsbeteiligung stark aufgeholt und in manchen Bildungsbereichen die Männer sogar überholt haben, schließt sich die Lohnschere nur langsam“, sagte Wurm. „Wir müssen deshalb unseren Weg konsequent fortsetzen: Weiterentwicklung der Einkommensberichte, verpflichtende Frauenförderpläne im Betrieb und Durchforsten der Kollektivverträge auf Diskriminierung“.

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