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29. Oktober 2008 - 18:49


MEGAFLOP

... 96.000 € sind voraussichtlich weg!

Der Herr Bürgermeister informierte den Stadtrat vor rund einem Jahr, unter Punkt „Allfälliges“, über ein mögliches Konzert mit dem Britischen Weltstar Sting in Gleisdorf. Die Gesamtkosten würden bei ca.240.000 Euro liegen und wenn wir den Zuschlag erhalten, müssten wir brutto 96.000 Euro anzahlen. Die Gesamtfinanzierung soll über Eintrittskarten und Sponsoren erfolgen, sodass kein Abgang zu erwarten sei.

Der Stadtrat wurde gefragt, wie er dazu stehe. Alle Stadträte, außer Herr Vizebürgermeister Lamperti, bekundeten ihr Interesse an dem Event, welches als Zustimmung gewertet wird.

Bei der nächsten Stadtratsitzung wurde das Protokoll der letzten Sitzung wie immer von allen Stadträten unterschrieben, unter anderem auch der Inhalt, dass wir über das Konzert gesprochen haben.

Es gab danach kein einziges weiteres Gespräch.

Nach einem Jahr wurde der Stadtrat und auch ich erstmals wieder unter Punkt „Allfälliges“ von dem Herrn Bürgermeister informiert, dass von der Stadtgemeinde bereits vor ca. einem Jahr eine Anzahlung von 96.000 € geleistet wurde. Die Firmenagentur, welche die Veranstaltung organisieren sollte, ist pleite und es ist nicht zu erwarten, dass wir ein Geld zurück bekommen. Auf meine Frage hin, warum wir bisher überhaupt keine Informationen erhalten haben und erst jetzt informiert werden, wurde vom Herrn Bürgermeister geantwortet, dass sich die Gemeinde schon seit längerer Zeit bemüht, die Anzahlung refundiert zu bekommen.

Wie sich nun herausstellt, hat der Herr Bürgermeister im Alleingang einen Vertrag unterschrieben, das Geld wurde ohne jegliche Absicherung an die Agentur überwiesen. Bei jedem kleinen Verein gilt bei einer Abhebung von einem Bankkonto das Vieraugenprinzip. Eine Person alleine kann kein Geld beheben. Die Gemeindeordnung sieht ebenfalls vor, dass zumindest zwei Unterschriften bei diesem Vertrag notwendig sind. Die Vorschriften sind einzuhalten und daher kann es keine Ausreden geben, wer in diesem Fall die Verantwortung zu tragen hat.

Zum Abschluss möchte ich festhalten, dass ich außer dem Stadtratsprotokoll nichts unterschrieben habe und mein Fraktionskollege Herr Vizebürgermeister Lamperti und ich ein Jahr lang weder von einem Vertragsabschluss, noch von einer Anzahlung in der Höhe von 96.000 € gewusst haben.


Ich stehe auch heute noch zu meinem Wort und würde Sting unter anderen Voraussetzungen sehr gerne in Gleisdorf sehen.

Ich stehe Ihnen gerne für Ihre Anliegen und Anregungen unter der Telefonnummer 0664 / 60 26 01 253 zur Verfügung.

 

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Harry Collins , Oktober 25, 2011

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